HammerfallSupport: Dream Evil, Masterplan11.02.2003 (Turbinenhalle, Oberhausen)
Ja, das Gefühl in meinen Schultern und in meinem Nacken sagt mir, es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Konzertbericht.
Hammerfall haben gestern in der Turbinenhalle aufgespielt. Normalerweise schaffen es Metal-Bands ja nur den kleinen T-Club
zu füllen, aber zu meiner Überraschung fand dieses Konzert in der eigentlichen Turbinenhalle statt! Die war auch
recht gut gefüllt, auch wenn's lange nicht so voll war wie beim Ärzte Konzert. Damals konnte man sich ja kaum bewegen
oder gar atmen, aber diesmal war's recht angenehm. Überhaupt war das Publikum etwas ungewöhnlich. Die Stimmung
war super, alle haben ziemlich abgefeiert, schon bei den beiden Vorbands. Dabei waren aber alle ziemlich friedlich,
kaum Geschubse, alle standen mehr oder weniger auf ihren Plätzen und headbangten, sangen, hüpften, klatschten.
Das fehlende Gepoge war mal 'ne angenehme Abwechslung und ich hab nicht einen gesehen, der sich hat rausziehen
lassen. Nur ein Typ vor uns hat sich scheinbar mit seinen Nachbarn angelegt, jedenfalls wurde er nach einigen Diskussionen
von einem Security Menschen im Publikum persönlich abgeholt.
Erste Vorband war Dream Evil, von denen ich erst einmal nebenbei eine CD gehört hatte. Also zu behaupten ich würde sie kennen
wäre übertrieben. Haben mir live aber sehr gut gefallen. Schöner melodischer Power Metal. Und ein schönes Poster
hatten sie über der Bühne aufgehängt, dunkelrot mit zwei goldenen Drachen! *lechz* Nun gut, wenn mir von denen
mal günstig eine der beiden CDs über den Weg läuft, werde ich wohl zuschlagen.
Genau wie auch die zweite Vorband, Masterplan. Noch ziemlich jung die Band und die erste CD ist auch erst 3 (?) Wochen alt, aber die Tatsache das 2 Ex-Helloweener dabei sind hat wohl geholfen, sie schnell bekannt zu machen. Obwohl, die Jungs sind so gut, die wären auch ohne Promi-Bonus bekannt geworden, wenn auch vielleicht nicht ganz so schnell. Mir gefällt jedenfalls ihre Art von Metall, wenn er auch etwas Progressiv ist. Außerdem haben die Jungs ziemlich Stimmung verbreitet und ordentlich rumgealbert auf der Bühne. Zwischendurch diskutierten sie sogar, ob sie nicht was von ihren Ex-Bands spielen sollten, haben's aber leider gelassen. Nun gut, auf jeden Fall gespielt haben sie:
und möglicherweise noch ein zwei andere, aber so gut kenn ich die Lieder auch noch nicht, das waren jedenfalls die an die
ich mich noch erinnern kann. Ein besonderer Gag war der Bass in Form einer riesigen Fischgräte, die im Dunkeln
weiß leuchtete und mit einem rot glühenden Auge versehen war.
Nun gut, gegen 22 Uhr fiel endlich der Hammer und zwar bildlich. Auf der Bühne stand ein von Nebel umwaberter Amboss und
ein Chaosritter / Templar / ? kam mit einem riesigen Hammer auf die Bühne. Nach einigem Gepose schlug er den Hammer
auf den Amboss und unter mächtigem Funkenschlag fiel der Vorhang runter und gab den Blick auf die eigentliche Bühne
frei. Das Schlagzeug stand auf einer zirka 2 Meter hohen Plattform. Vorne an dieser Plattform gab es eine große,
hölzerne Doppeltür, die sich öffnete und den Blick auf einen kleinen, hell erleuchteten Gang freigab, durch den
die Band auf die Bühne trat. Im laufe des Konzerts wurde die Plattform mit dem Schlagzeug auf Normalhöhe abgesenkt.
Überhaupt, das Schlagzeug: Ist es irgendwie übertrieben gleich 6 (!!!) Bassdrums aufzubauen? Nein, ich glaube
nicht.
und noch einige mehr. Nun ja, war auf jeden Fall ein sehr geiler Abend, hat tierisch Spaß gemacht. Ich glaub wenn die Jungs
noch mal in der Nähe spielen werd ich wieder hingehen. Einziger Nachteil: Ein Ziehen in den Schultern und im Nacken
und eine gewisse Heiserkeit, aber was tut man nicht alles für ein gutes Konzert!
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