Schelmish

Support: Alle im Schrank

02.11.2007 (Bonn, Harmonie)

Das letzte Wochenende war mal wieder ein schönes, langes Konzertwochenende. Los ging es am Freitag mit Schelmish. Die hatten in Bonn in der Harmonie quasi ihr Heimspiel.

Aber fangen wir am Anfang an. Die Harmonie liegt mitten in einem Stadtteil von Bonn. In einer schmalen Einbahnstraße. Parkplätze sind da leider rar gesät. Zum Glück kannte ich mich noch halbwegs aus vom Eric Fish Konzert vor einiger Zeit. Und genau wie damals fand ich wieder entlang einer der Hauptstraßen einen lange Parkstreifen mit ein paar freien Plätzen. Das war zwar nicht direkt vor der Tür, aber der Laufweg hielt sich noch sehr in Grenzen. Und der Regen hatte auch schon fast aufgehört... ;)

Gegen 19:15 Uhr betrat ich die Harmonie. Noch einen kurzer Blick auf den Merchandise Stand geworfen, aber für den Moment konnte ich mein Geld noch bei mir behalten. Dort lief mir auch schon Luzi über den Weg, der mit einigen Leuten quatschte. Wenn man so direkt neben ihm steht, wirkt er noch kleiner, als auf der Bühne. :D

Der eigentliche Konzertsaal war schon zur Hälfte gefüllt, aber die Harmonie ist nicht besonders groß und ich konnte mich immer noch sehr nah an der Bühne platzieren. Vorher gönnte ich mir aber noch ein kühles Getränk.

Alle im Schrank

Bereits um 19:30 Uhr erloschen die Lichter im Saal und die Vorband betrat die Bühne. Eine halbe Stunde zu früh, jedenfalls behauptete meine Eintrittskarte Beginn sei erst um 20 Uhr. Nun ja, egal, ich war ja da. :P Alle im Schrank Außerdem hat die Harmonie sehr strenge Auflagen, wann so ein Konzert beendet werden muss, schließlich befindet sie sich mitten in einer Wohngegend. Alle im Schrank Da macht es durchaus´Sinn möglichst früh mit der Musik zu beginnen.

Die Vorband trug den etwas bekloppten Namen „Alle im Schrank“. Ich hatte vorher noch nie von ihnen gehört, wurde aber positiv überrascht. Die Jungs spielten astreinen Punkrock! Die meisten Sachen waren zwar Coverversionen, aber das hat der Stimmung durchaus gut getan. :) Mit hat es jedenfalls Spaß gemacht.

Die Jungs waren alle ein wenig durchgeknallt, vor allem der Sänger, von Schelmish liebevoll Mr. Parkinson genannt, weil er öfter mal nervöse Zuckungen in den Armen hatte. Außerdem hatte er einen wunderbar starren Blick drauf, bei dem man schon nicht mehr wusste, ob das noch lustig, oder schon bedrohlich war. Als Bühnenoutfit trug er einen bunte Häkeljacke, darunter weißes Feinripp. Der Gitarrist trug eine schwarze Einbrecherwollmütze und der Bassist einen sehr schönen Leopardenschal. Alles sehr stilvoll. ;)

Gespielt haben sie unter anderem: „Surfin Safari“ (Beach Boys), „Hello Dolly“, „Everytime“ (Britney Spear, kaum wieder zu erkennen. In diese Version mag ich das Lied. ;)), „Her Name Was Umbrella“, „The Unknown Stuntman“, „In The Ghetto“ (Elvis Presley), „Karma Chameleon“ (Boy George), „I Wanna Be Like You“ (Dschungelbuch) und „Take On Me“ (A-Ha).

Alle im Schrank und Schelmish

Bei „Fata Morgana“, im Original von der EAV, haben sie sich Unterstüzung von den Schelmen geholt. Dextro, DesDemonia und Luzi haben für den richtigen orientalen Klang gesorgt. :)

Als die Schränke mit ihrem Set fertig waren, gab's eine kurze Umbaupause und gegen 20:15 Uhr betraten die Schelme die Bühne. Das Intro klang schonmal gut und auch die ersten Gitarrenriffs von „Gefangener Der Zeit“ klangen wirklich gut. Dann betrat Rimsbold die Bühne, trat an den Mikrofonständer heran und wollte beherzt zum Mikrofon greifen... das nicht da war! :D Großes Gelächter im Publikum, die Band bricht das Lied ab. Kommentar von Dextro: „Okay, das erste Lied haben wir schonmal verkackt, aber das Intro war doch geil, oder?“ :D Beim zweiten Versuch haben sie es aber dann besser hinbekommen. ;)


Schelmish

Die Schelme waren wieder sehr gut drauf und im weiteren Verlauf des Abends hat eigentlich fast alles geklappt. Das Publikum war richtig geil drauf, man hat wirklich gemerkt, dass es für Schelmish ein Heimspiel war. Außerdem trieben sich diverse Freunde und Verwandte der Musiker im Publikum rum. Auch zwei Mütter durften wir im Laufe des Abends kennen lernen. Und der Lieblingstankwart der Schelme war auch da. :)

Gespielt haben sie unter anderem: „Mente Capti“, „Der letzte Kuss“, „Gelobtes Land“, „Die Marionette“, „Die Rabenballade“, „Das Moor“, „Der Narr“, „Mehr Schein als Sein“, „Ehrlich“, „Stern“, „Kreuzzug gegen die Verlogenheit“, „Herr Niemand“ und „Wir werden sehen“.


Schelmish

„Interregio“ wurde an diesem Abend umbenannt zu dem „25 Euro Lied“. Picus hatte wohl beim neu bespannen seiner Trommel Mist gebaut und mußte daher in die Bandkasse einzahlen. Schelmish Das Geld hat Dextro aber umgehend der ersten Reihe zur Verfügung gestellt, die sich dafür unter tosendem Applaus eine Runde Bier holen durfte. :) Und bei „Freigang“ wurde die Band so richtig abgefeiert.

Zwischen den Lieder haben sie wie immer viel gelabert, aber sie haben es trotz der strengend Zeitvorgaben der Harmonie geschafft fast ihr komplettes Set zu spielen. Bei den Zugaben haben sie spontan ein Lied wegfallen lassen, weil Rimsbold unbedingt noch „Blitz“ spielen wollte und weil das Publikum nicht auf „Ring Of Fire“ zum Abschluss verzichten wollten.

Ein wenig Zeit hat Picus zwischendurch aufgeholt mit der kürzesten Ansage des Abends: „200 Katharer - alle tot- Schelmish Lied gewidmet - Caput Dragonis – jetzt!“ :D

Dass Dextro mit 40° Fieber auf der Bühne stand hat man ihm nicht angemerkt. Respekt dafür!

Ach ja und da war mal wieder die kleine Tanzeinlage von Luzi. Diesmal mit dem Sänger von Alle im Schrank als Opfer für einen kleinen Lapdance und eine From-Dusk-Till-Dawn-artige Szene mit Bier. Ich möchte hier lieber nicht zu sehr ins Detail gehen. :P

Schelmish

Zwischendruch haben sie sich auch noch darüber lustig gemacht, dass sie mittlerweile angeblich Zielgruppen haben. Zahnspangentragende Mädchen zwischen 12 und 14 , wegen Picus und 14 bis 16 jährige Jungs, wegen der Rockmusik. :D Dabei spielen sie doch eigentlich einfach nur für jeden der Lust auf Party hat! :D Und das ist ihnen an diesem Abend wirklich gelungen, es hat wirklich Spaß gemacht und die Stimmung in dem kleinen Club war wirklich was besonderes. :)

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