Flying Aces Tour

Masterplan, Circle II Circle, Rob Rock, Pure Inc.

27.03.2005 (Brückenforum, Bonn)

Am Ostersonntag verschlug es mich nach Bonn. Gleich vier Fliegerasse hatten zu einem gemütlichen Abend voll guter Musik geladen. Der Weg zum Brückenforum war zum Glück gut ausgeschildert und damit leicht zu finden und das zugehörige Parkhaus ausreichend bemessen. Für leichtes Stirnrunzeln sorgte das Schild „Dieses Parkhaus wird um 23:59 automatisch geschlossen“ an der Schranke. Na ja, „wird schon gut gehen“ dachte ich mir.

Die Warteschlange am Eingang war erfreulicherweise nicht vorhanden und der eigentliche Konzertsaal höchstens halb gefüllt. Die Eintrittskarte wurde nicht besonders gründlich kontrolliert und abgerissen wurde auch nix. Das ist wohl das erste Konzert, nach dem ich eine „jungfräuliche“ Eintrittskarte wieder mit nach Hause nehmen durfte.

Los ging’s überraschenderweise schon um 19:36 Uhr und nicht erst, wie auf der Eintrittskarte vermerkt, um 20 Uhr. Die schweizer Newcomer Pure Inc. Waren mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, gefielen mir aber mit schön melodischem Hard Rock / Metal. Hat Laune gemacht, war fast schade, dass sie nur ca. eine halbe Stunde gespielt haben. In der Umbaupause hab ich ei wenig mit dem Merchandiser gequatscht, lustigerweise auch ein Schweizer. Tat gut einen Tag vor meinem Skiurlaub schon mal etwas Schwyzertütsch zu hören. :)

Zweiter war Rob Rock, den ich nur als Sänger von Axel Rudi Pell kannte. Die Musik war ähnlich, der Gesang gut, die Gitarrenspielereien haben Laune gemacht. Insgesamt war’s mir aber etwas zu nichts sagender Standardmetal. Nett, aber nicht mehr. Etwas irritierend fand ich auch, dass das Gitarrenintro vom Band kam, obwohl gleich zwei Gitarristen auf der Bühne standen. Aber, dass sie spielen konnten, haben die Jungs ja noch bewiesen. ;)

Circle II Circle waren für mich der eigentliche Grund, zu diesem Mini Festival zu gehen. Etwas ungewöhnlich das Bühnenoutfit der Jungs, die fast alle in Footballshirts auf die Bühne kamen, nur Zak trug metaltypisches schwarz. War mal was anderes. Die Musik war sehr, sehr klasse. Schade nur, dass sie sehr viel von der neuen CD gespielt haben, die erst am nächsten Tag veröffentlicht wurde. Entsprechend wurden die Lieder nicht so abgefeiert, wie sie es eigentlich verdient hätten, weil sie eben noch keiner kannte. Die zwei oder drei alten Sachen kamen aber sehr gut an. Krönender Abschluss war ein Savatage Klassiker: „Edge of Thorns“! Sehr, sehr, sehr geil!!! Das erste Lied, das ich überhaupt von den Jungs kannte und es gehört immer noch zu meinen Lieblingen.

Bei den ersten 3 Bands war die Halle noch relativ leer, beim Headliner wurde es deutlich voller, auch wenn sie wohl nicht ausverkauft war. Masterplan wurden gnadenlos abgefeiert, die Stimmung war absolut super, es wurde getanzt, geklatscht und mitgesungen, großes Lob an’s Publikum. Eröffnet haben sie mit "Crimson Rider" und "Crystal Night". Der Sound bei den anderen Bands war sehr gut, bei Masterplan war er leider weniger differenziert, grade Jorns Gesang ging am Anfang etwas unter.

Die Band war in bester Spiellaune, Dirk und Uli haben das Publikum immer noch zusätzlich angeheizt, Roland begeisterte mit seiner Gitarrenarbeit und Jorns Gesang war klasse und seine Grimassen fast noch besser. :)

Gespielt haben sie fast all ihre Songs, vermisst habe ich „Headbanger’s Ballroom“. Auf jeden Fal gespielt haben sie: „Soulburn“, „Enlighten Me“, „Spirit Never Die“, „Kind Hearted Light”, “Heroes”, “Bleeding Eyes”, “When Love Comes Close”, "Back For My Life", "Wounds", "I'm Not Afraid" und "After This War", "Into The Arena", aber wie gesagt, es ist schon ein Weilchen her...

Rausschmeißer und Rahmen für die Bandvorstellung war “Crawling From Hell“. Gegen 0:30 Uhr endete ein sehr gelungener Metalabend.

Die Einfahrt des Parkhauses war übrigens tatsächlich verschlossen. Der offene Personeneingang lag ziemlich versteckt hinter ein paar Mülltonnen und die Ausfahrt war noch bis einer Stunde nach Veranstaltungsende geöffnet.

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