ASP

Support: Blutzukker, Seelenzorn

21.10.2005 (Kulturfabrik, Krefeld)

„Willkommen im dunklen Turm“, hieß es an diesem Abend. ASP hatten zu einem schaurig schönen Abend in der KuFa geladen. Durch ein paar Staus (und meine eigene Schusseligkeit) war ich erst kurz vor Einlassbeginn da. Die Parkplätze und Seitenstreifen rund um die KuFa waren schon ziemlich voll, aber im hinterletzten Winkel hab ich dann doch noch ein Plätzchen gefunden. Schmetterling Die Warteschlange war erstaunlich lang und es ging nur gemächlich voran. Für etwas verwirrte Blicke sorgte die Aussage der Verantwortlichen, dass das Konzert um 20 Uhr beginnt und um 23 Uhr die Aftershowparty startet. Und das bei 2 Vorbands! Zum Glück erwies sich diese Vorstellung als utopisch.

Die erste Vorband kam aus Krefeld und nannte sich Blutzucker (sprich (Bloodsucker). :) Mir war die Band viel zu elektronisch. Ein paar Leute haben fröhlich mit getanzt, aber den meisten schien es nicht soo gut zu gefallen. Schmetterling Der Sänger bevorzugte einen eher krächzenden, verzerrten Gesang, der mit nur sehr wenig Melodie auskam. Hm, der einzige Vergleich, der mir gerade einfällt ist die Männerstimme am Ende von „Life will never be the same again“. Eine Tänzerin hatten sie auch dabei. Die trug sehr hochgeschlossene schwarze Kleidung und hielt sich bevorzugt im dunkelsten Bereich der Bünhe auf, war also fast unsichtbar. Na ja, ihr Tanzstil wirkte auf Dauer sowieso etwas eintönig. Für ein Lied kam auch noch eine Sängerin auf die Bühne. Ich kann mich erinnern, das sie recht gut aussah. Ihre Stimme war, na ja, nett. Sie wirkte noch sehr unsicher, vielleicht wird das in ein paar Jahren noch was.

Die zweite Vorband hatte immerhin einen langhaarigen Metaller an der E-Gitarre, 3 Sänger und und 2 leicht bekleidete Tänzerinnen die auch mal im Licht herumgeschwebt sind. Die Musik war aber leider immer noch relativ elektronisch und irgendwie mochte ich die Sänger nicht. Keine Ahnung warum. Aber wie immer ist sowas Geschmackssache, mich haben jedenfalls beide Vorbands nicht vom Hocker gehauen.

Aber das Warten hat sich gelohnt! ASP eröffneten mit der ersten Strophe von „Beschwörung“ und gingen dann gleich in „Besessen“ über. Schmetterling Die Reihenfolge der Lieder krieg ich heute beim besten Willen nicht mehr auf die Reihe, aber auf jeden Fall gespielt haben sie „ME“, „Weltunter“, „Ballade von der Erweckung“, „Demon Love“, „She wore shadows“, „Schwarz“, „Sing Child“, „Lykanthropie (Es tobt ein Krieg in mir)“, „Schwarzer Schmetterling“, „Hunger“, „Die kleine Ballade vom schwarzen Schmetterling“, „Tiefenrausch“, „Schwarzes Blut“ und noch ein Stückchen aus „Beschwörung“.

Als erste Zugabe gab es „Werben“ (Jaaa, hüpf, spring) und „Und wir tanzen (Ungeschickte Liebesbriefe)“. Schmetterling Klar, ohne geht’s nicht. Bei ASP ruft das Publikum übrigens mittlerweile nicht mehr „Zugabe!“ sondern „Wir wollen brennen!“ und so gab's als zweite Zugabe natürlich auch noch „Ich will brennen!“. Alle anderen Zwischenrufe wurden mehr oder weniger ignoriert. „Wir sind hier nicht beim Wunschkonzert“. Gut so, schließlich haben sie absolut alles gespielt, was ich hören wollte, ich brauchte mir garnichts mehr zu wünschen. :D

Wer ASP noch nie live gesehen hat, sollte sich das unbedingt mal geben. Der Sänger hat eine unglaubliche Präsenz auf der Bühne und erweckt durch seine Mimik und seine Gestik die Lieder erst richtig zum Leben. Außerdem habe ich festgestellt, dass mir gerade bei den älteren Liedern die Live Versionen besser gefallen. Liegt vielleicht daran, das die Gitarren mittlerweile präsenter geworden sind. ;) Wann kommt endlich mal eine live CD, oder besser gleich DVD?

Das Publikum war übrigens auch super drauf, richtig lebhaft, da zeigte sich mal wieder, dass die Gothic Klischees nicht stimmen. Mir hat's sehr gefallen und ich warte gespannt auf ASP V und die Tour dazu...

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